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882 Staubli, Corinne. 2015 Monitoring des Sprachverstehens (MSV) – Förderung des MSV im Vorschulalter in Bezug auf das Geschichtenverstehen anhand des Bilderbuches „Gute Nacht, Willi Wiberg“ von Gunilla Bergström.

Das eigene Verstehen stetig zu überwachen und bei Nicht- bzw. Missverstehen nachzufragen, ist besonders für Kinder mit Schwierigkeiten im Sprachverstehen eine wichtige Fähigkeit. Sie kann das Sprachverstehen aktiv verbessern und Sekundärsymptome verhindern. Es ist daher von grosser Bedeutung, dass Defizite im Monitoring des Sprachverstehens erkannt und therapiert werden. Diese literaturorientierte Bachelorarbeit befasst sich mit möglichen Interventionen zum MSV für das Geschichtenverstehen im Vorschulalter, da Texte bzw. Geschichten die grösste Alltagsrelevanz haben. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Monitoring-Fähigkeiten in der Therapie anhand des Bilderbuches „Gute Nacht Willi Wiberg“ gefördert werden können. Wann und bei welchen Kindern macht es Sinn diese zu fördern? Dazu wird zuerst der Zusammenhang zwischen den Prozessen Sprachverstehen bzw. Geschichtenverstehen und MSV erläutert. Es zeigt sich, dass es sich um zwei eigenständige Prozesse handelt, welche jedoch eng zusammenhängen. Schwierigkeiten im Geschichtenverstehen bedingen nicht unmittelbar Defizite im Monitoring des Sprachverstehens. In einem zweiten Schritt werden verschiedene Diagnostikmethoden in Bezug auf ihre Eignung für das Monitoring beim Geschichtenverstehen kritisch analysiert und daraus Interventionen mit dem Bilderbuch abgeleitet. Zudem werden theoretische Überlegungen zu unterschiedlichen Therapieansätzen aufgeführt. Dabei liegt der Fokus auf den Entdeckungen von Erwartungsverletzungen in bekannten Geschichten. Da es sich um ein aktuelles und wenig erforschtes Themengebiet handelt, sind weiterführende empirische Untersuchungen notwendig, um die Aussagekräftigkeit der Ergebnisse zu unterstreichen.


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