Nr. Autor Jahr Titel
901 Zenger, Claire. 2016 Kindliche Mehrsprachigkeit und Kognition – Wie wirkt sich kindliche Mehrsprachigkeit auf kognitive Prozesse aus?
In der Gesellschaft, insbesondere im pädagogischen Arbeitsumfeld, zu welchem auch die Logopädie gehört, wird rege über die Vor- und Nachteile mehrsprachiger Kinder in Bezug zur Kognition diskutiert. Diese literaturorientierte Bachelorarbeit soll einen Überblick über kindliche Mehrsprachigkeit und Kognition geben. Sie geht der Frage nach, welchen Einfluss kindliche Mehrsprachigkeit auf kognitive Prozesse hat. Für die Erarbeitung dieser Fragestellung werden verschiedene Aspekte der kindlichen Mehrsprachigkeit so wie auch die kognitiven Prozesse erläutert. Es folgt eine Beschreibung des Wandels der Mehrsprachigkeitsforschung sowie Erläuterungen viel beachteter Zweitspracherwerbstheorien. Die Mehrsprachigkeitsforschung hat Untersuchungen mit mehrsprachigen Kindern zu den Themen Intelligenz, Denken, Exekutive Funktionen sowie Metasprache durchgeführt. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass insbesondere früh mehrsprachige Kinder mit gut entwickelten Sprachen Vorteile bei bestimmten Aufgabenstellungen haben. Die Beantwortung der Frage, ob kindliche Mehrsprachigkeit eine kognitive Überforderung sei, ist ein weiterer Inhalt dieser Arbeit. Die kognitive Entwicklung eines mehrsprachigen Kindes hängt grundsätzlich von dem Bedingungsgefüge der soziokulturellen, emotionalen und sprachlichen Einflussfaktoren ab.

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