Nr. Autor Jahr Titel
911 Liniger, Marina. 2017 Cochlea Implantat – Der Weg zur Sprache. Vor- und Nachteile des bimodalen Bilingualismus.

Diese empirische Bachelorarbeit widmet sich dem Thema der bimodalen Bilingualität bei Kindern mit Cochlea Implantat. Der Einsatz der Gebärdensprache wird häufig als „zweite Wahl“ herbeigezogen, wenn der Erwerb der Lautsprache bei Kindern mit Cochlea Implantat nicht erfolgt. Die Bedeutung der Sprachangebote in zwei Modalitäten wird näher erläutert, Meilensteine werden aufgezeigt, sowie auf Vor- und Nachteile des bimodal – bilingualen Spracherwerbs Bezug genommen.
Anhand von Interviews und Diagnostikverfahren wurde der aktuelle Sprachstand von drei Kindern mit CI erfasst und die Bedeutung der Gebärdensprache erfragt. Basierend auf den theoretischen Grundlagen und den erfassten Daten wird die Relevanz für die Logopädie aufgezeigt. Das frühzeitige Angebot der Gebärden- und Lautsprache ist für ein Kind mit Cochlea Implantat von grossem Nutzen, da dieses die Möglichkeit des Gebrauchs von zwei Sprachmodalitäten ermöglicht. Die Dominanz der vom Kind gewählten Sprache ist individuell und kann sich im Laufe der Entwicklung ändern. Der bimodal – bilinguale Spracherwerb ermöglicht so dem Kind, mit Hörenden und Gehörlosen zu kommunizieren. Die Relevanz der Sprachangebote und deren Bedeutung für die Sprachentwicklung der Kinder mit CI sollte demzufolge in der logopädischen Beratung berücksichtigt werden.

Schlüsselwörter: Bimodaler Bilingualismus – bimodal – bilingualer Spracherwerb – Cochlea Implantat – Gebärdensprache


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