Nr. Autor Jahr Titel
916 Strotz, Nadina. 2017 Gebärdensammlungen für Kinder mit Down-Syndrom: Ein Vergleich.

Im heilpädagogischen Bereich werden verschiedene Gebärdensammlungen verwendet, um Kindern mit einer Behinderung Kommunikation zu ermöglichen. Da bei Kindern mit Down-Syndrom vor allem die Sprachproduktion erschwert ist, werden die Gebärden lautsprachunterstützend eingesetzt. Das Ziel dieser empirieorientierten Arbeit liegt darin, einen Vergleich der drei Gebärdensammlungen „Schau doch meine Hände an“, die „Portmann-Gebärden“ und das „Gebärdenlexikon (DSGS)“ herzustellen sowie die am besten geeignete Sammlung für Kinder mit Down-Syndrom herauszuarbeiten. Um einen Praxisbezug herstellen zu können, wurden drei Leitfrageninterviews mit Logopädinnen, welche mit den untersuchten Gebärdensammlungen arbeiten, durchgeführt.
Im theoretischen Teil werden neben syndromtypischen Merkmalen von Kindern mit Down-Syndrom die Gebärdensysteme und die ausgewählten Gebärdensammlungen aufgezeigt und verglichen. Die durchgeführten Leitfrageninterviews basieren auf diesen Erkenntnissen. Die Literaturrecherche und die Interviews zeigen, dass innerhalb der Gruppe von Kindern mit Down-Syndrom eine grosse Variationsbreite vorliegt. Trotzdem konnten syndromtypische Merkmale beschrieben werden, welche einen Einfluss auf das Erlernen und Benutzen von Gebärden haben. Beim Vergleich der Gebärdensammlungen werden verschiedene Faktoren aufgezeigt, welche für das Erlernen und die langfristige Abspeicherung der einzelnen Gebärden mitentscheidend sind. Da die Kinder die Gebärden von sich aus vereinfachen und die Gebärden so ihren Fähigkeiten anpassen, darf das Ziel einer vereinfachten Gebärdensammlung für alle betroffenen Kinder kritisch betrachtet werden.

Schlüsselwörter: Gebärdensysteme – Gebärdensammlungen – Down-Syndrom – Heilpädagogik


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