Nr. Autor Jahr Titel
918 Zürcher, Christophe. 2017 Logopädie und Demenz - vier Therapieverfahren im Vergleich.

Im Rahmen dieser Bachelorarbeit erfolgt ein kriteriengeleiteter Vergleich von vier in der logopädischen Arbeit mit Demenzpatienten bewährten Therapieansätzen (KODOP, HOT, ASTRAIN, ISBA). Die Ansätze werden im Hinblick auf evt. formulierte Eingrenzungen des jeweiligen Anwendungsbereiches, ihr theoretisches Hintergrundkonzept (ressourcenorientiert-empowernd vs. kognitiv-übend), ihre Eignung für die präventive logopädische Arbeit, die jeweils berücksichtigten sprachlichen Modalitäten und ihre evt. erfolgende Bezugnahme auf diagnostische sowie anamnestische Vorinformationen verglichen. Ganz im Sinne des aktuellen logopädischen State of the Art in Bezug auf die Therapie von Demenzpatienten resultiert die Erkenntnis, dass sämtliche vier Ansätze – trotz ihres unterschiedlichen Alters - ressourcenorientiert-empowernd ausgerichtet sind; sie stützen die im jeweiligen Demenzstadium noch vorhandenen Ressourcen wie bspw. Schriftsprache oder nonverbale Fähigkeiten, um Kommunikation und damit Aktivität und Teilhabe (nach ICF) längstmöglich zu sichern. Dieses Vorgehen liegt auch darin begründet, dass eine defizitorientierte Sichtweise in der logopädischen Therapie von Demenzpatienten nicht zielführend ist. Als weitere Gemeinsamkeiten der Ansätze stellen sich das hochindividuelle Vorgehen im Rahmen der Biografiearbeit, ihre gute Eignung für die Prävention von demenziellen Syndromen sowie ihre sprachliche Multimodalität heraus.
Unterschiede hingegen finden sich bezüglich der Eingrenzungen des jeweiligen Anwendungsbereiches und der Bezugnahme auf Diagnostik & Anamnese: Diese Aspekte sind in KODOP am klarsten definiert und festgehalten, während sich die anderen Ansätze teils lückenhaft präsentieren.

Schlüsselwörter: Demenz – Sprachabbau – Therapieverfahren – Prävention – ressourcenorientiert-empowernde Ausrichtung


« zurück