Studienformen

Im Kernstudium werden die elementaren Wissens-, Verstehens- und Handlungskompetenzen aufgebaut, die für die Ausübung des Berufs als Logopädin / Logopäde beim Berufseinstieg unverzichtbar sind. Im Vordergrund steht durch eine Dozentin / einen Dozenten angeleitetes Lernen in grösseren und kleineren Lerngruppen, das durch technologiebasiertes Lernen unterstützt und vertieft wird.

Das Vertiefungsstudium ermöglicht eine begrenzte, berufsfeldorientierte Spezialisierung im letzten Studienjahr. Vertiefungsstudien sind attraktive Lernfelder mit praxis­orientierter Ausrichtung: Logopädie in der Schule, Logopädie im Frühbereich, Logopädie im Erwachsenenbereich oder Logopädie im Sonderschulbereich.

Das interessengeleitete Studium ermöglicht den Studierenden, persönliche Lücken zu kompensieren und inhaltliche Vorlieben im Studium zu verfolgen. Ziel ist die Entwicklung eines persönlichen Profils in Bezug auf den Beruf der Logopädin / des Logopäden.

Die berufspraktischen Studien sind in Übereinstimmung mit dem heterogenen logopädischen Berufsfeld aufgebaut. Studierende absolvieren ihre Praxiseinsätze entsprechend ihrer zunehmenden Kenntnisse. Praxiseinsätze in logopädischen Diensten der Volksschule gehen solchen in Sprachheilschu­len, Sonderschulen, Kliniken oder logopädischen Frühberatungsstellen voraus.

In den semesterintegrierten Praktika (SIP) besuchen die Studierenden an einem Halbtag pro Woche Berufsfelder in der Praxis. Auf den Semesterschwerpunkt bezogene Aufträge aus allen Fachbereichen werden ausgeführt sowie diagnostisches und therapeutisches Handeln beobachtet und geübt.

Die mehrwöchigen Lernpraktika nehmen in der berufspraktischen Ausbildung eine zentrale Stellung ein. Hospitieren, Beobachtungsübungen, Übernahme ausgewählter Therapieteile unter Anleitung sowie Planung, Durchführung und Evaluation ganzer Therapieeinheiten und -verläufe unter Anleitung bis zu eigenständigem Diagnostizieren und Therapieren unter Supervision führen zur Vertiefung der logopädischen Handlungskompetenzen. Auch am Arbeitsort anfallende administrative Arbeiten werden von den Studierenden übernommen. Wert gelegt wird zudem auf die interdisziplinäre Vernetzung der logopädischen Arbeit.

In den Fallstudien wird der Zusammenhang zwischen den theoretisch vermittelten Inhalten und den praktischen Erfahrungen aus den semesterintegrierten Praktika (SIP) und den Lernpraktika (LP) erarbeitet. Dabei werden einzelfallorientierte logopädische Diagnosen gestellt sowie Therapien für die diagnostizierten Einzelfälle inhaltlich und organisatorisch geplant.