Innovationen in der Logopädie

Inhalt

Die Logopädie durchlebt seit den letzten Jahrzehnten eine enorme Entwicklung. «Ohne Veränderung auch kein Erhalt dessen, was man für unabdingbar hält» (Vera Simon). So liegen die Bestrebungen einerseits in der Schaffung neuer, wissenschaftlich fundierter Wege zu Diagnostizieren und Therapieren, andererseits aber auch darin das Altbewährte zu würdigen und für den aktuellen Wissenschaftsdiskurs aufzuarbeiten. Das wachsende Forschungsinteresse der eigenen aber auch angrenzenden Disziplinen bringt immer mehr Neuerungen mit sich, die sowohl als gewinnbringend eingeschätzt, als auch teilweise unter dem Aspekt der «Depersonalisierung» kritisch gesehen werden können. So etablieren sich mit der zunehmenden Digitalisierung technologiegestütze Therapieansätze und –materialien, die die Möglichkeit bieten «ohne Therapeut zu therapieren». Ein Ursprung dieser Bestrebungen ist sicherlich in der zunehmenden Forderung nach hochfrequentem Therapieangebot zu suchen, das seinerseits für einige Störungsbilder ebenfalls als neue Herangehensweise in der logopädischen Therapie zu sehen ist und durch den Mangel an fachpersonellen Ressourcen an die Technik ausgelagert werden soll. Aktuell stehen Erkenntnisse über die Wirksamkeit oder Zuverlässigkeit technologiebasierter Verfahren noch aus. Nicht nur im Bereich dieser Verfahren, sondern ganz generell, liegt der Fokus vieler aktueller Forschungsvorhaben auf der Evidenzbasierung und damit in der Rechtfertigung verschiedener methodischer Ansätze bei der Behandlung der unterschiedlichen logopädischen Störungsbilder.

Als weitere innovative Entwicklung in der Logopädie ist zudem die steigende ICF-Orientierung zu nennen, die die Teilhabe der Betroffenen in den Mittelpunkt rückt und rein strukturell-linguistische Sichtweisen zunehmend verdrängt. Dazu gehört unter anderem die Verbesserung der Integration von logopädischen Inhalte in den Schulalltag.

Innovationen für die Logopädie kommen jedoch auch aus angrenzenden Fachdisziplinen wie zum Beispiel den Neurowissenschaften oder der Neurologie. Rasante Fortschritte, sowohl in der Erkennung als auch in der Behandlung neurologischer Besonderheiten, liefern für die Fachdisziplin Logopädie teilweise ganz neue Grundvoraussetzungen zur Prävention bzw. Rehabilitation von Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen.

Dauer Freitag, 23. November 2018
Ort Grosser Hörsaal, Pädagogische Hochschule Zürich
PHZH-Campus, Gebäude LAA, Lagerstrasse 2, Zürich
Kosten CHF 180.00 / SAL-Mitglieder CHF 110.00 / SAL-Kollektivmitglieder CHF 150.00
Organisation Mirja Bohnert-Kraus
Kontaktperson Ruth Vetterli, Fachverbandsekretariat SAL, Fon 044 388 26 90
Anmeldung Online onder mit Anmeldeformular bis 31. Oktober 2018
Downloads

Anmeldeformular
Tagungsprogramm SAL-Tagung 2018
Wegbeschreibung Pädagogische Hochschule Zürich
Jahresprogramm SAL / SHLR Weiterbildungen

Anmeldung

Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden!
Name*
Vorname*
Strasse / Nr.*
PLZ*
Ort*
Telefon Geschäft*
Telefon Privat*
Geburtsdatum*
Email*
Ausbildung*
Beruf*
Kommentar
Bestätigung AGB
Ich habe die AGB Tagungen gelesen und bin damit einverstanden.
Sicherheitscode